Bibelvers

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Mittwochsimpuls (20.09.17) Erntedank

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Alles was Gott geschaffen hat ist gut.

Und die Erde brachte hervor, Kraut, das Samen hervorbringt, nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in welcher ihr Same ist, nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. 1.Mose 1,12

Wir leben in einem reich gesegneten Land. Unsere Supermärkte sind prall gefüllt mit Lebensmitteln, Obst und Gemüse ist für uns jederzeit verfügbar. Doch das alles ist nicht selbstverständlich. Im Herbst erinnern wir uns daran, wer der Geber aller guter Gaben ist.

Alles, was gut und vollkommen ist, wird uns von oben geschenkt, von Gott, der alle Lichter des Himmels erschuf. Anders als sie ändert er sich nicht, noch wechselt er zwischen Licht und Finsternis. 1. Jakobus 1,17

Zur Erntezeit wird uns bewusst, dass Wachsen und Gedeihen in Gottes Händen liegt. Eine gute Ernte ist nicht nur das Ergebnis unserer Hände Arbeit. Erfolg und Gelingen ist in erster Linie ein Geschenk Gottes. Schlechte Wetterbedingungen wie Hagel, Frost, Umweltkatastrophen können die Früchte unserer Arbeit komplett zerstören. In solchen Situationen werden wir demütig und erkennen, wie sehr wir die Versorgung Gottes nötig haben. Gott ist unser Versorger. Wenn wir unser Vertrauen auf ihn setzen, wird er uns mit allem versorgen, was wir brauchen.

Wir haben Grund dankbar zu sein, in allen Dingen, in jeder Situation.

„Wenn du Essen im Kühlschrank, ein Dach über dem Kopf und ein Bett hast, bist du reicher als 75 % dieser Welt.
Wenn du ein eigenes Konto bei einer Bank hast, gehörst du zu den 8 % der Reichen dieser Welt.
Wenn du mehr als 100 g Reis pro Tag essen kannst, kannst du mehr essen als 1/3 der Weltbevölkerung.
Wenn du heute Morgen gesund aufgewacht bist, geht es dir besser als der einen Million Menschen,
die diese Woche nicht überleben werden.
Wenn du zur Schule gehst/gegangen bist, kannst du froh sein, denn 121 Millionen Kinder haben nicht die Chance, zu lernen.
Wenn du nie die Gefahr eines Krieges, die Einsamkeit einer Gefangenschaft, den Schmerz von Folterung oder das Elend von Hunger erlebt hast, geht es dir besser als 500 Millionen anderer Menschen dieser Erde.
Wenn du an einer öffentlichen religiösen Veranstaltung teilnehmen kannst/könntest, ohne die Gefahr, bedroht, verhaftet oder getötet zu werden, bist du besser dran als 3 Milliarden andere Menschen.
Wenn du immer frisches Trinkwasser zur Verfügung hast, geht es dir besser als 1 Milliarde Menschen in den Entwicklungsländern.

Wenn ihr dann gegessen habt und satt seid, sollt ihr den Herrn, euren Gott, für das gute Land, das er euch gegeben hat, loben. 5.Mose 8,10

Jesus sagt uns: Sorgt euch nicht um euer Leben. Matth. 6,25

Wir brauchen uns keine Sorgen um unser Leben zu machen. Leben ist in jeder Sekunde ein Geschenk Gottes.

Und so dürfen wir, die wir reich gesegnet sind, auch die Armut und Not um uns herum nicht vergessen. Es gibt Menschen, die Mangel leiden und unsere Hilfe brauchen. Wir sind aufgefordert unsere Gaben mit Bedürftigen zu teilen.

Ihr werdet empfangen, damit ihr umso großzügiger geben könnt. Und wenn wir eure Gabe denen bringen, die sie nötig haben, werden sie Gott von Herzen danken. 2. Korinther 9,11

Wir dürfen froh und dankbar sein, für alles was uns geschenkt wurde und diesen Segen auch an unsere Mitmenschen weitergeben.

Verweigere keinem die nötige Hilfe, wenn es in deiner Macht steht Sprüche 3,27

Zum Abschluss möchte ich eine Geschichte mit euch teilen, die zum Nachdenken anregt:

Es war einmal ein reicher Bauer. Zu dem sprach seine Frau an einem
schönen Herbsttag: „Mann, wir haben eine gute Ernte
gehabt. Küche und Keller, Scheune und Vorratskammern sind voll. Lass
uns das Erntedank-fest feiern!“
„Nein“, antwortete der Bauer, „für die Ernte habe ich hart genug arbeiten
müssen. Bin ich nicht jeden Morgen beim ersten Hahnenschrei aufge-
standen? Wie soll ich für etwas danken, was doch allein mein Verdienst
ist? Ich will ins Wirtshaus gehen und einen Schoppen Wein darauf trinken.“
Damit verließ er das Haus.
Als er ein Stück gegangen war, sah er am Wegrand im warmen
Herbstsonnenschein einen Mann mit seiner Frau und ihren zwei Kindern
sitzen. Die vier hatten nichts bei sich als ein kleines Bündel aus rot-weiß
kariertem Leinen. Der Vater knüpfte es gerade auf und nahm ein kleines
Brot und zwei Handvoll Trauben heraus. Der Bauer blieb stehen.
„Setzt Euch nur zu uns, wenn Ihr hungrig seid!“ sagte der Mann. „Es ist nur
ein einfaches Mahl, das ich Euch anbieten kann. Aber das Brot ist frisch,
und die Trauben sind süß. Ein guter Nachbar hat sie uns mit auf den Weg
gegeben. Unser Haus ist vor einigen Tagen einem Feuer zum Opfer
gefallen und all unser Hab und Gut mit ihm.“
„Nein, danke, ich bin nicht hungrig“, antwortete der Bauer. „Auch reichen ja
Brot und Trauben kaum für Euch selbst. Mich wundert, dass Ihr da so
vergnügt in der Sonne sitzt und nicht weint und klagt über das, was Euch
widerfahren ist.“
„Wie sollten wir weinen und klagen?“ entgegnete der
Mann. „Meine Frau, unsere Kinder und ich sind dem Feuer unbeschadet entkommen. Dafür danken wir Gott und auch für die guten Gaben, die wir in seiner goldenen
Sonne zu uns nehmen dürfen.“ Damit teilte er das Brot und die Trauben,
und alle ließen es sich schmecken.
Der Bauer blieb noch einen Augenblick nachdenklich
stehen, und etwas wie Scham erfüllte sein Herz.
„Kommt mit in mein Haus!“ sprach er dann. „Ich weiß
etwas Besseres, alsins Wirtshaus zu gehen.“ Die Familie nahm die Einladung an und folgte dem Bauern.
„Komm, Frau!“ rief der Bauer beim Eintreten. „Wir wollen Erntedankfest
feiern. Diese guten Leute haben mir gezeigt, was es heißt, dankbar zu
sein, und auch, was es bedeutet zu teilen.“
Da setzten sich alle fröhlich zu Tisch.

 

Gedicht

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Ich bin Christ – heißt das, ich führe ständig ein reines Leben, ich bin sozusagen sauber? Nein, das heißt es nicht. Es heißt vielmehr, dass ich verloren war, doch es heißt auch, dass ich gefunden wurde – und es bedeutet, mir wurden meine Sünden vergeben.

Ich bin Christ – heißt das, ich kann selbstgefällig und stolz durchs Leben gehen? Nein, das heißt es auch nicht. Ich muss immer wieder feststellen, dass ich strauchle, dass ich in die Irre gehe und dass Christus immer wieder meine Reiseroute korrigieren muss.

Ich bin Christ – heißt das, dass ich immer und um jeden Preis stark bin? Nein, das heißt es nicht. Vielmehr darf ich wie Paulus sagen, dass ich schwach bin und nur durch die Kraft Jesu weitergehen kann.

Ich bin Christ – heißt das, ich kann mit meinen Erfolgen prahlen? Nein, das heißt es nicht. Ich versage immer wieder, ich brauche immer wieder Gottes Beistand, der mir helfen muss Ordnung in mein durcheinander gekommenes Leben zu bringen.

Ich bin Christ – heißt das, ich bin perfekt? Nein, das heißt es nicht. Ich bin noch viel zu sehr mit Mängeln behaftet, die jeder sehen kann. Und doch: Gott bringt mir eine Wertschätzung entgegen, die ihresgleichen sucht.

Ich bin Christ – heißt das, ich habe keine Schmerzen, Leid oder Enttäuschungen zu tragen? Nein, das heißt es nicht, aber ich habe jemanden, zu dem ich sie bringen kann – Gott. Ich verlasse mich auf seine Hilfe, denn ich weiß, dass ihn das traurig macht, was auch mich traurig macht.

Ich bin Christ – heißt das, ich bin heiliger als andere? Nein, das heißt es nicht. Ich habe kein Recht über andere zu Gericht zu sitzen. Ich bin ein Sünder, doch ich habe Gottes Gnade empfangen und durfte seine Liebe am eigenen Leib erfahren.

Und dazu möchte ich dich auch einladen.

Basierend auf einem Gedicht von Carol Wimmer

Buchtipp

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Wir alle sehnen uns nach einem glücklichen Leben- und beherrschen die fragwürdige Kunst, unglücklich zu sein. Doch der Weg, ein glücklicher Mensch zu werden, steht uns offen. Er führt zurück zur Beziehung zu Gott und in die Einfachheit.

Ein Mensch, der zufrieden und mit sich und mit Gott im Einklang ist, wird in der Bibel als makarios beschrieben. Diese Art von Glück ist nicht abhängig von den äußeren Umständen unseres Lebens. Wer sich, wie Jesus, auf das Abenteuer der Abhängigkeit von Gott einlässt, der ist auf dem besten Weg zu einem erfüllten Leben.

Autor: Dr. Manfred Engeli

geboren 1937, ist Psychologe und Psychotherapeut. Heute widmet er sich der Ausbildung von Paaren für die Eheseelsorge und ist als Referent in mehreren europäischen Ländern unterwegs. Er ist verhairatet mit Anne-Fleurette Engeli-Mèroc; die beiden haben fünf erwachsene Kinder und leben bei Bern.

Manfred Engeli zeigt praktische Schritte auf dem Weg, ein glücklicher Mensch zu werden. Sie basieren auf biblischen Inhalten sowie seiner persönlichen und seelsorgerlichen Erfahrung.

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Mittwochsimpuls ( 13.09.17) Die drei Siebe

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Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung.
„He, Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen.“ „Moment mal“, unterbrach ihn der Weise, „hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?“. „Drei Siebe?“ fragte der Andere voller Verwunderung. „Ja, mein Lieber, drei Siebe. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?“. „Nein, ich hörte es irgendwo und . . .“. „So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist -, so doch wenigstens gut?“. Zögernd sagte der andere: „Nein, das nicht, im Gegenteil . . .“. „Aha!“, unterbrach Sokrates, „So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt?“. „Notwendig nun gerade nicht . . .“. „Also“, lächelte der Weise, „wenn das, was du mir das erzählen willst, weder erwiesenermaßen wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!“

Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit Epheser 4,31

auch nicht von schändlichem Tun und von närrischem oder losem Reden, was sich nicht ziemt, sondern vielmehr von Danksagung Epheser 5,4

niemanden verleumden, nicht streiten, freundlich seien und alle Sanftmut beweisen gegen alle Menschen Titus 3,2

Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung Sprüche 12,18

Trage deine Sache mit deinem Nächsten aus, aber verrate nicht eines andern Geheimnis,

damit von dir nicht übel spricht, wer es hört, und dann das böse Gerede über dich nicht aufhört Sprüche 25, 9-10

Gebet: Herr Jesus Christus, erfülle du mein Herz mit deiner Wahrheit, erneuere meine Gedanken, damit ich Gutes über meine Mitmenschen ausspreche, damit ich aufbaue und nicht verletze, damit ich keine Lügen und Gerüchte verbreite, damit ich von Geschwätz und Lästerei fernhalte. An deine Weisungen möchte ich mich halten, lass mich nachdenken bevor ich spreche, ob meine Worte wahr, gut und notwendig sind. Ich danke dir für dein Wort und deine gute Führung. Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Deine Worte sind Wahrheit und sind immer gut für mich. Vergib mir, da wo ich mich nicht danach gehalten habe. Amen