Gedicht

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Ich bin Christ – heißt das, ich führe ständig ein reines Leben, ich bin sozusagen sauber? Nein, das heißt es nicht. Es heißt vielmehr, dass ich verloren war, doch es heißt auch, dass ich gefunden wurde – und es bedeutet, mir wurden meine Sünden vergeben.

Ich bin Christ – heißt das, ich kann selbstgefällig und stolz durchs Leben gehen? Nein, das heißt es auch nicht. Ich muss immer wieder feststellen, dass ich strauchle, dass ich in die Irre gehe und dass Christus immer wieder meine Reiseroute korrigieren muss.

Ich bin Christ – heißt das, dass ich immer und um jeden Preis stark bin? Nein, das heißt es nicht. Vielmehr darf ich wie Paulus sagen, dass ich schwach bin und nur durch die Kraft Jesu weitergehen kann.

Ich bin Christ – heißt das, ich kann mit meinen Erfolgen prahlen? Nein, das heißt es nicht. Ich versage immer wieder, ich brauche immer wieder Gottes Beistand, der mir helfen muss Ordnung in mein durcheinander gekommenes Leben zu bringen.

Ich bin Christ – heißt das, ich bin perfekt? Nein, das heißt es nicht. Ich bin noch viel zu sehr mit Mängeln behaftet, die jeder sehen kann. Und doch: Gott bringt mir eine Wertschätzung entgegen, die ihresgleichen sucht.

Ich bin Christ – heißt das, ich habe keine Schmerzen, Leid oder Enttäuschungen zu tragen? Nein, das heißt es nicht, aber ich habe jemanden, zu dem ich sie bringen kann – Gott. Ich verlasse mich auf seine Hilfe, denn ich weiß, dass ihn das traurig macht, was auch mich traurig macht.

Ich bin Christ – heißt das, ich bin heiliger als andere? Nein, das heißt es nicht. Ich habe kein Recht über andere zu Gericht zu sitzen. Ich bin ein Sünder, doch ich habe Gottes Gnade empfangen und durfte seine Liebe am eigenen Leib erfahren.

Und dazu möchte ich dich auch einladen.

Basierend auf einem Gedicht von Carol Wimmer

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Buchtipp

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Wir alle sehnen uns nach einem glücklichen Leben- und beherrschen die fragwürdige Kunst, unglücklich zu sein. Doch der Weg, ein glücklicher Mensch zu werden, steht uns offen. Er führt zurück zur Beziehung zu Gott und in die Einfachheit.

Ein Mensch, der zufrieden und mit sich und mit Gott im Einklang ist, wird in der Bibel als makarios beschrieben. Diese Art von Glück ist nicht abhängig von den äußeren Umständen unseres Lebens. Wer sich, wie Jesus, auf das Abenteuer der Abhängigkeit von Gott einlässt, der ist auf dem besten Weg zu einem erfüllten Leben.

Autor: Dr. Manfred Engeli

geboren 1937, ist Psychologe und Psychotherapeut. Heute widmet er sich der Ausbildung von Paaren für die Eheseelsorge und ist als Referent in mehreren europäischen Ländern unterwegs. Er ist verhairatet mit Anne-Fleurette Engeli-Mèroc; die beiden haben fünf erwachsene Kinder und leben bei Bern.

Manfred Engeli zeigt praktische Schritte auf dem Weg, ein glücklicher Mensch zu werden. Sie basieren auf biblischen Inhalten sowie seiner persönlichen und seelsorgerlichen Erfahrung.

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Mittwochsimpuls ( 13.09.17) Die drei Siebe

1

Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung.
„He, Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen.“ „Moment mal“, unterbrach ihn der Weise, „hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?“. „Drei Siebe?“ fragte der Andere voller Verwunderung. „Ja, mein Lieber, drei Siebe. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?“. „Nein, ich hörte es irgendwo und . . .“. „So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist -, so doch wenigstens gut?“. Zögernd sagte der andere: „Nein, das nicht, im Gegenteil . . .“. „Aha!“, unterbrach Sokrates, „So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt?“. „Notwendig nun gerade nicht . . .“. „Also“, lächelte der Weise, „wenn das, was du mir das erzählen willst, weder erwiesenermaßen wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!“

Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit Epheser 4,31

auch nicht von schändlichem Tun und von närrischem oder losem Reden, was sich nicht ziemt, sondern vielmehr von Danksagung Epheser 5,4

niemanden verleumden, nicht streiten, freundlich seien und alle Sanftmut beweisen gegen alle Menschen Titus 3,2

Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung Sprüche 12,18

Trage deine Sache mit deinem Nächsten aus, aber verrate nicht eines andern Geheimnis,

damit von dir nicht übel spricht, wer es hört, und dann das böse Gerede über dich nicht aufhört Sprüche 25, 9-10

Gebet: Herr Jesus Christus, erfülle du mein Herz mit deiner Wahrheit, erneuere meine Gedanken, damit ich Gutes über meine Mitmenschen ausspreche, damit ich aufbaue und nicht verletze, damit ich keine Lügen und Gerüchte verbreite, damit ich von Geschwätz und Lästerei fernhalte. An deine Weisungen möchte ich mich halten, lass mich nachdenken bevor ich spreche, ob meine Worte wahr, gut und notwendig sind. Ich danke dir für dein Wort und deine gute Führung. Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Deine Worte sind Wahrheit und sind immer gut für mich. Vergib mir, da wo ich mich nicht danach gehalten habe. Amen

 

 

 

 

 

 

Mittwochsimpuls (06.09.2017)Vergebung

1

In menschlichen Beziehungen, und seien sie noch so tief und innig, kommt es vor, dass Menschen sich verletzen, einer den anderen ungerecht behandelt. In jeder guten Familie wird gestritten, einer tut dem anderen mit seinem Verhalten weh, bewusst oder unbewusst. Wie kann ich in so einer Situation reagieren?

Erstmal bin ich enttäuscht, zornig, traurig, wütend. Jesus sagt in der Bibel, dass, dass es nicht gut ist in einem solchem Zustand stehenzubleiben. Ich soll eine vergebende Haltung einnehmen und verzeihen, auch wenn ich in meinen Augen ungerecht behandelt wurde.

Ich kann die Situation auch von meiner Beziehung zu Gott her betrachten. Als ich Jesus in mein Herz aufgenommen habe und ich ein Kind Gottes geworden bin, in diesem Moment bin ich selbst von all meiner Schuld befreit worden, mir sind all meine Verfehlungen vergeben worden und Gott denkt nicht mehr daran. Er wird sie mir auch nie wieder vorhalten.

So fern der Osten vom Westen ist, hat er unsere Verfehlungen von uns entfernt (Psalm 103,12 Neues Leben Übersetzung)

Und ich werde ihr Unrecht vergeben und nie wieder an ihre Sünden denken ( Hebräer 8,12 Neues Leben Übersetzung)

Er wird sich wieder über uns erbarmen, alle unsere Sünden zertreten und alle unsere Verfehlungen ins tiefe Meer werfen ( Micha 7,19 Neues Leben Übersetzung)

Habe ich diese Gnade erfahren, fällt es mir leichter mit meinen Mitmenschen barmherzig zu sein und ihnen zu vergeben. Ich weiss, kein Mensch ist perfekt und ich bin auch nicht besser. Wenn ich ehrlich bin, muss ich eingestehen, dass es mir auch passiert, dass ich falsch reagiere und mit meinem Verhalten andere verletze.

Auch weiss ich meist nicht die Hintergründe, warum ein Mensch so oder so reagiert und handelt. Es steht mir nicht zu über andere zu urteilen und zu richten.

Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. ( Lukas 6,37 Luther 2017 Übersetzung)

Ich kann eine Entscheidung treffen. Wenn ich auf meine Gefühle höre, wird es mir schwer fallen dem anderen zu vergeben. ich kann es jedoch trotzdem tun, auch wenn ich mich nicht danach fühle, mit Gottes Hilfe. Ich muss es nicht alleine tun.

Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht; und wenn er umkehrt, vergib ihm.Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigen würde und siebenmal wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben. ( Lukas 17, 3-4 Luther 2017 Übersetzung)

Herr, wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Ist’s genug siebenmal?  Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal ( Matth. 18, 21-22 Luther 2017 Übersetzung )

Bin ich dazu bereit, merke ich dass ich mit der Zeit frei werde. Vielleicht nicht beim ersten Mal, aber vergebe ich immer und immer wieder wird die bittere Wurzel in meinem inneren ausgerissen. Ich kann das Vergangene loslassen und neu beginnen. Letztendlich tue ich mir selbst nichts Gutes, wenn ich nicht vergebe, ich bleibe in meinen negativen Gefühlen stecken und trage eine Last mit mir, die sich in all meinen Lebensbereichen bemerkbar macht.

Und wenn ein Mensch sein Unrecht nicht einsieht und seine Fehler nicht bereut? Dann bete ich für diesen Menschen und gebe ihn in Gottes Hand. Zu vergeben bedeutet nicht alles für gut anzusehen oder sich alles gefallen zu lassen. In manchen Fällen kann es auch sein, dass wir eine Person, eine Freundschaft loslassen müssen und jeder seine eigenen Wege geht. Trotzdem kann ich dieser Person vergeben und selbst frei werden.

Gebet: Vater, hilf mir meine Mitmenschen durch deine liebenden Augen zu sehen, barmherzig und gnädig zu sein und ihnen zu vergeben. So wie auch du mir meine Fehler immer wieder vergibst und geduldig mit mir bist.

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist ( Lukas 6,36 Luther 2017 Übersetzung)

Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. ( Psalm 103,8 Luther 2017 Übersetzung)

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem ( Römer 12,21 Luther 2017 Übersetzung)

 

Gott meiner Wege

1

Gott meiner Wege,
Du kennst die Wege, die hinter mir liegen,
und die, die noch vor mir sind.
Du weisst um die Erfahrungen, die ich gemacht habe,
um die vielen Dinge, die ich auf meinem Weg gelernt habe,
um die vielen schönen Stunden,
die guten Erinnerungen und Begegnungen
und um die dunklen, einsamen Stunden,
in denen ich nicht wusste, wie es weitergehen kann.

Gott meiner Wege
ich glaube daran, dass du die Wege meines Lebens mitgehst,
dass ich dir begegnen kann,
deiner Zuneigung, deiner Hilfe, deinem Trost und deiner Liebe
in den Menschen an meinem Weg.
Den Menschen, die mich begleiten, denen ich begegne,
um die ich mich sorge, mit denen ich rede.

Gott meiner Wege,
du kennst auch all die Irrwege und Sackgassen meines Lebens,
die Situationen, in denen ich mich verrannt habe,
die Chancen, die ich nicht nutzen konnte,
die Fehler, die meinen Weg säumen.

Gott meiner Wege,
ich bitte dich um deinen Beistand auf allen Wegen meines Lebens.
Ich bitte dich um Vergebung für das, was nicht gelingt.
Ich bitte dich um Augen und ein Herz,
die Chancen und Möglichkeiten wahrzunehmen, die am Weg liegen.
Ich bitte dich um Kraft,
meinem Weg eine neue Richtung zu geben,
wenn es nötig ist.
Ich bitte dich um Mut und Fantasie,
auch einmal ungewohnte Wege zu gehen.

Ich danke dir für meinen Weg, für die Menschen,
die ihn mit mir gehen, die mir Begleiter, Raststätte,
Quelle, Stütze und Orientierung sind und waren.
Ich danke dir.
Gott meiner Wege.
Verfasser unbekannt