Gedicht

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Ich bin Christ – heißt das, ich führe ständig ein reines Leben, ich bin sozusagen sauber? Nein, das heißt es nicht. Es heißt vielmehr, dass ich verloren war, doch es heißt auch, dass ich gefunden wurde – und es bedeutet, mir wurden meine Sünden vergeben.

Ich bin Christ – heißt das, ich kann selbstgefällig und stolz durchs Leben gehen? Nein, das heißt es auch nicht. Ich muss immer wieder feststellen, dass ich strauchle, dass ich in die Irre gehe und dass Christus immer wieder meine Reiseroute korrigieren muss.

Ich bin Christ – heißt das, dass ich immer und um jeden Preis stark bin? Nein, das heißt es nicht. Vielmehr darf ich wie Paulus sagen, dass ich schwach bin und nur durch die Kraft Jesu weitergehen kann.

Ich bin Christ – heißt das, ich kann mit meinen Erfolgen prahlen? Nein, das heißt es nicht. Ich versage immer wieder, ich brauche immer wieder Gottes Beistand, der mir helfen muss Ordnung in mein durcheinander gekommenes Leben zu bringen.

Ich bin Christ – heißt das, ich bin perfekt? Nein, das heißt es nicht. Ich bin noch viel zu sehr mit Mängeln behaftet, die jeder sehen kann. Und doch: Gott bringt mir eine Wertschätzung entgegen, die ihresgleichen sucht.

Ich bin Christ – heißt das, ich habe keine Schmerzen, Leid oder Enttäuschungen zu tragen? Nein, das heißt es nicht, aber ich habe jemanden, zu dem ich sie bringen kann – Gott. Ich verlasse mich auf seine Hilfe, denn ich weiß, dass ihn das traurig macht, was auch mich traurig macht.

Ich bin Christ – heißt das, ich bin heiliger als andere? Nein, das heißt es nicht. Ich habe kein Recht über andere zu Gericht zu sitzen. Ich bin ein Sünder, doch ich habe Gottes Gnade empfangen und durfte seine Liebe am eigenen Leib erfahren.

Und dazu möchte ich dich auch einladen.

Basierend auf einem Gedicht von Carol Wimmer

Mittwochsimpuls ( 23.08.17) Die Augen des Herzens sehen weiter

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Schaue ich auf die Umstände und Zustände, wie sie in dieser Welt herrschen, drückt mich das zu Boden, macht mich müde. Naturkatastrophen, Kriege, Terror, Leid, Schmerz, Krankheit,Tod, Streit, finanzielle Nöte, gescheiterte Beziehungen…Jeder ist irgendwie betroffen oder kennt jemanden in seinem Umfeld, der mit etwas zu kämpfen hat. Probleme, Prüfungen, Herausforderung, Bedrängnis- Fokussiere ich meine Augen darauf werde ich kraftlos und mutlos.

Aber ist das was ich sehe, das Sichtbare wirklich alles? Ich glaube, es gibt sie, diese unsichtbare Welt, welche ich nur mit den Augen meines Herzens wahrnehmen kann. In jedem Christ, der Jesus in seinem Herzen aufgenommen hat lebt der heilige Geist. Der heilige Geist zeigt mir diese unsichtbare Wirklichkeit, das Ewige. Deshalb kann Paulus im obigen Bibelvers davon sprechen, dass wir nicht müde werden. Auch wenn die äusseren Umstände nicht gut aussehen, so wird meine innere Kraft, mein Inneres durch die Beziehung zu Jesus Tag für Tag erneuert.

Alles Äusserliche wird irgendwann vergehen. Unser Körper, unsere Gesundheit, , unser Wohlstand, alles Materielle wird irgendwann nicht mehr da sein, ist keine Sicherheit. Beziehungen können zerbrechen. Paulus spricht auch davon, dass alles derzeitige Leiden vorübergehend ist. Wenn ich mit dem Herzen auf das Unsichtbare schaue, erlebe ich jetzt schon, inmitten meiner Probleme, ein überreiches Maß an ewiger Fülle von Herrlichkeit. Diese Herrlichkeit in uns ist Jesus selbst, der die Liebe ist. Er verspricht:

Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. ( Matth. 28,20 Luther 2017 )

In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. ( Joh. 16,33 Luther 2017 )

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen ( Luk. 21,33 Luther 2017 )

Auf seine Verheissungen dürfen wir vertrauen und so getrost in die Zukunft sehen.

Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.“

( Eph. 1,18 )

Den nächsten Mittwochsimpuls wird es in 14 Tagen wieder geben. Nächste Woche gönne ich mir eine Blogpause. Ich wünsche allen meinen Lesern eine gesegnete Zeit und Gott sei eure Kraft und Stärke für die täglichen Herausforderungen.

Eure Ulrike