Mittwochsimpuls (01.11.17) Loslassen

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Herbst- die Zeit der fallenden Blätter

In dieser Jahreszeit, in der die Tage kürzer werden, die Sonne an Kraft verliert und die Bäume und Sträucher ihre Blätter loslassen, wird uns auch immer wieder die Vergänglichkeit bewusst. In unserem Leben gibt es immer wieder Phasen des Loslassens.

Jede und jeder von uns muss ganz unterschiedliches Loslassen: Menschen. Lebensformen. Auch Ansichten und Einstellungen, Lebensgewohnheiten.
Wir müssen auch loslassen ohne es zu wollen. Oft werden wir nicht einmal gefragt. Unser Leben gleicht einem andauernden Umzug. Wir ziehen nicht nur von einem Ort zum nächsten, auch von einem Lebensabschnitt in den anderen und können nicht immer alles mitnehmen, was uns wichtig ist.
„Loslassen“ ist schwer. Ärzte und Psychologen wissen, dass viele Krankheiten daher kommen, weil Menschen einfach nicht „loslassen“ können und alles krampfhafte Festhalten sich auch auf die körperliche Gesundheit auswirken kann.

Jeder Lebensabschnitt beeinhaltet auch immer ein Loslassen. Das ist nicht immer einfach, vieles würden wir gerne festhalten. Nur wenn wir loslassen kann Neues entstehen. Was hindert uns? Meist scheint es uns sicherer zu sein an dem Festzuhalten, was wir kennen, wir haben Angst vor dem Ungewissen.

Festhalten hat also mit Angst zu tun. Wie können wir diese überwinden?

Wir müssen aus der ängstlichen Haltung herauskommen und stattdessen lernen zu vertrauen. Anstelle der Angstgedanken lernen wir eine vertrauensvolle Haltung einzunehmen.  Loslassen ist nur durch Vertrauen möglich.

Es gibt jemanden ,dem wir immer vertrauen können, in jeder Lebenslage. Es ist Jesus. Jesus will etwas Neues in uns schaffen. Wir lassen alles los, was uns nicht gut tut, das was uns schadet, um uns auf ein Leben mit Jesus einzulassen, der einen guten Plan für unser Leben hat und uns in die Freiheit führen möchte. Wo Türen sich schliessen, öffnet er uns neue, führt uns auf seine guten Wege. Auf ihn können wir uns immer verlassen, er bleibt immer derselbe, er ist der Grund auf dem wir stehen. Jesus unser Licht, der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Gehört also jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas völlig Neues hat begonnen.  2.Korinther 5,17

Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun! Es hat schon begonnen, habt ihr es noch nicht gemerkt? Durch die Wüste will ich eine Straße bauen, Flüsse sollen in der öden Gegend fließen. Jesaja 43,19

Unser Vertrauen auf ihn verändert unsere Gedanken, nimmt uns die Angst.

Loslassen hat also mit Vertrauen zu tun. Wir brauchen einen Halt bevor wir loslassen können.  Durch das Loslassen können wir wieder nach vorne schauen.

Wir können nicht tiefer fallen als in die liebenden Hände Gottes. Unser Vertrauen gründet auf dem Wissen, dass Gott immer nur das Beste für unser Leben möchte. Wenn wir ihm vertrauen, wird er uns führen durch alle Lebensabschnitte. Und selbst den Tod brauchen wir als Kinder Gottes nicht zu fürchten, denn im Tod werden wir auf ewig mit ihm vereint sein.

In der Bibel gibt es auch eine Geschichte über das Loslassen,  das Gleichnis vom verlorenen Sohn:

Und er [Jesus] sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne.
Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie.
Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen.
Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben
und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten.
Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm.
Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger!
Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.
Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner!
Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße.
Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße
und bringt das gemästete Kalb und schlachtet’s; lasst uns essen und fröhlich sein!
Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. Lukas 15

In diesem Gleichnis sehen wir den Vater, der seinen geliebten  jüngeren Sohn loslassen muss. Wir können uns vorstellen, dass ihm das sicherlich nicht leicht gefallen ist und trotzdem hat er ihn ziehen lassen.

Auch der Sohn, der weggeht muss loslassen, sein Zuhause, seine Familie. Wir sehen er lässt alles los, seine Sicherheit, seinen Halt,  es fällt ihm nicht schwer, jedoch auf seinem Weg kommt er in Schwierigkeiten und verliert alles.

Auch Gott lässt in dieser Geschichte los. Er lässt die Menschen los. Er lässt uns die freie Entscheidung. Er zwingt niemandem zum Glauben an ihn. Wir haben die Freiheit.

Aber er freut sich über jeden, der umkehrt und zu ihm zurückkommt. Er ist auch noch da, wenn wir unsere eigenen Wege gegangen sind und dabei gescheitert sind. Er empfängt uns immer wieder mit offenen Armen, wie ein barmherziger Vater.

Wenn er unsere Wege begleitet, sind wir nie mehr alleine und müssen nicht alles aus eigener Kraft schaffen. Gott selbst ist unsere Kraft und unsere Stärke.

Sei gesegnet

Deine Ulrike

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Mittwochsimpuls ( 25.10.17) Gottvertrauen

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David und Goliath

Zwischen den Israeliten und den Philistern gab es Krieg. Die Philister hatten
einen Riesen als Kämpfer. Er hieß Goliat. Dieser trat hervor und bot an,
den Krieg in einem Zweikampf zu entscheiden. Als die Israeliten das hörten,
bekamen sie große Angst.
Zu dieser Zeit hütete David gerade Schafe. Er war der Sohn Isais und lebte in
Betlehem. Sein Vater sprach zu ihm: „Schau nach deinen Brüdern, die im Krieg
sind, und bring ihnen etwas zu essen.“ Und David ging, wie sein Vater es ihm
aufgetragen hatte.
Als David am Kriegsschauplatz angekommen war, sah er den Riesen Goliat.
Er hörte, wie er die Israeliten und ihren Gott verspottete. Er merkte, wie alle
Israeliten vor ihm Angst hatten und flohen. David war entsetzt und sprach:
„Das darf nicht sein!“
David sagte zu König Saul: „Ich kämpfe gegen ihn.“ Saul entgegnete: „Du bist
noch zu jung.“ David erwiderte: „Als Hirte habe ich gegen Löwen und Bären
gekämpft, um meine Lämmer zu retten. Der Herr war immer auf meiner Seite,
er wird es auch jetzt sein.“
Da stimmte Saul zu. Er wollte David helfen und gab ihm seine Rüstung, doch
David lehnte ab, denn sie war viel zu groß für ihn. Er nahm einen Stock, lief zum
Bach und holte fünf flache Kieselsteine. Er legte sie in die Hirtentasche und ging
mit seiner Schleuder auf Goliat zu.
Goliat blickte ihn voll Verachtung an und sagte: „Bin ich denn ein Hund, dass
du mit einem Stock zu mir kommst?“ David antwortete: „Du kommst zu mir mit
Schwert und Speer, ich aber komme im Namen des Herrn.“
Als der Philister immer näher kam, lief ihm David entgegen, nahm einen Stein
aus seiner Tasche und schleuderte ihn direkt an Goliats Stirn. Dieser fiel zu
Boden. Als die Philister sahen, dass Goliat tot war, ergriffen sie die Flucht.
David hatte Israel gerettet.
Jeder von uns hat seinen persönlichen Riesen vor sich, der sich aufbäumen will, uns kleinmachen will. Egal mit was wir zu kämpfen haben, wir dürfen darauf vertrauen Gott ist mit uns, er geht vor uns her. Seine Kraft ist gross, wenn wir schwach sind.

Denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig 2. Korinther 12,9

Der HERR selbst geht vor dir her. Er steht dir bei und verlässt dich nicht. Immer hält er zu dir. Hab keine Angst und lass dich von niemandem einschüchtern! ( 5. Mose 31,8)

Oft ist es nicht leicht aus dem Gedankenkarrussell auszubrechen. Unsere Gedanken kreisen nur um unsere Probleme und alldem, was uns belastet.

Was helfen kann ist eine andere Sichtweise. Worauf legen wir den Fokus. Das, auf was wir schauen gewinnt Macht und wird grösser. Auf was richten wir unseren Blick?

-Auf unsere Ängste zb. vor Krankheit, vor Menschen, vor Ablehnung, vor Arbeitslosigkeit, vor der Zukunft, vor dem Sterben und Tod,

-auf unsere Sorgen, um die Kinder,

-auf unsere Bitterkeit durch Verletzungen, nicht vergeben können,

-auf unsere Eifersucht und Neid, weil wir uns mit anderen vergleichen,

-auf  unseren Ärger mit anderen, Mobbing,

-auf unser Leid und Schmerz,

Wie können wir mit diesen Gedanken und Sorgen umgehen? Schauen wir auf Gott und seine Möglichkeiten. Wenn wir mit unseren Möglichkeiten am Ende sind, fangen Gottes Möglichkeiten erst an.

Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Lukas 18,27

Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch! 1Petr 5,7

Konzentrieren wir uns auf Gott und nicht auf unser Problem!

Gott führt durch Stürme und Kämpfe. Widerstände lässt Er zu, damit wir zur Erkenntnis gelangen

Wenn wir unsere Schwierigkeiten und Probleme anschauen, so müssen wir auch Gottes Möglichkeiten und Wege betrachten!

Unsere Probleme bleiben vorerst, aber durch Jesus sehen wir sie erleuchtet und hell in Seinem Licht. Dadurch sehen wir die Möglichkeiten und Chancen in unserem Leben und das, was wir aufräumen müssen mithilfe Seiner Kraft.

Machen wir aus unseren Schwierigkeiten einen Sieg, vertrauen wir Gott!

Vertrauen wir Gott in gewissen Dingen oder vertraue wir nur uns selbst ?

Vertrauen wir in unsere Kraft und unser Wissen oder legen wir alles in Gottes Hand ?

Psalm 145, 14: „Der Herr hält alle, die da fallen, und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind.

Sprüche 3, 5-7 : „Vertraue auf den Herrn mit ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf eigene Klugheit; denke an ihn auf allen deinen Wegen, so wird er dir die Pfade ebnen. – Halte dich nicht selbst für weise; fürchte den Herrn und halte dich fern vom Bösen.“

 

 

Psalm 34

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Ich will den HERRN allezeit preisen; nie will ich aufhören, ihn zu rühmen. Von ganzem Herzen lobe ich ihn; wer entmutigt ist, soll es hören und sich freuen!

Preist mit mir diesen großen HERRN, lasst uns gemeinsam seinen Namen bekannt machen!

Als ich beim HERRN Hilfe suchte, erhörte er mich und befreite mich aus aller Angst.

Wer zu ihm aufschaut, der strahlt vor Freude, und sein Vertrauen wird nie enttäuscht.

Ich habe es selbst erlebt: Ich war am Ende, da schrie ich zum HERRN, und er hörte mein Flehen; aus aller Bedrängnis hat er mich befreit.

Der Engel des HERRN umgibt alle mit seinem Schutz, die Gott achten und ehren, und rettet sie aus der Gefahr. Probiert es aus und erlebt selbst, wie gut der HERR ist! Glücklich ist, wer bei ihm Zuflucht sucht!Begegnet dem HERRN mit Ehrfurcht, alle, die ihr zu ihm gehört! Denn wer ihn ernst nimmt, der muss keinen Mangel leiden.

Selbst kräftige junge Löwen müssen manchmal hungern, wer aber nach dem HERRN fragt, dem fehlt es an nichts.

Kommt her, ihr jungen Leute, und hört mir zu! Ich will euch lehren, was Ehrfurcht vor dem HERRN bedeutet!

Wer von euch will sich am Leben freuen und gute Tage erleben?

Dann achtet auf das, was ihr sagt: Keine Lüge, kein gemeines Wort soll über eure Lippen kommen.

Wendet euch ab von allem Bösen und tut Gutes! Setzt euch unermüdlich und mit ganzer Kraft für den Frieden ein!  Denn der HERR sieht mit Freude auf solche Menschen, die nach seinem Willen leben, und hat immer ein offenes Ohr für ihre Bitten.

Allen jedoch, die Böses tun, stellt sich der HERR entgegen und löscht jede Erinnerung an sie aus.

Wenn aber rechtschaffene Menschen zu ihm rufen, hört er sie und rettet sie aus jeder Not.

Der HERR ist denen nahe, die verzweifelt sind, und rettet diejenigen, die alle Hoffnung verloren haben.  Zwar bleiben auch dem, der sich zu Gott hält, Schmerz und Leid nicht erspart; doch aus allem befreit ihn der HERR!

Vor schwerem Schaden bewahrt er ihn, kein Knochen soll ihm gebrochen werden.

Wer Böses tut, den bringt seine Bosheit um; und wer den Aufrichtigen hasst, muss die Folgen tragen.  Doch der HERR erlöst alle, die ihm von Herzen dienen. Niemand, der bei ihm Zuflucht sucht, muss sein Strafgericht fürchten.